In der Spirituellen Psychologie wird mit theoretischen und praktischen Konzepten gearbeitet, welche ihren Ursprung in den buddhistischen, tibetischen Weisheitslehren und den vedischen Philosophien (von veda=sanskrit= Wissen) haben. Auch Techniken aus anderen Traditionen wie z.B. dem Schamanismus und der Naturlehre fliessen helfend in die Arbeit ein.
Der Mensch stellt hier ein Wesen dar, welches weit über die rein materielle und körperliche Definition des Seins hinaus geht. Er ist stets verbunden mit seinem inneren Wesenskern, trägt die Kraft, Freude, Einheit, Wissen und Intuition in sich.
Die Methoden bilden sich durch verschiedenen Verfahren aus klassisch therapeutischen Ansätzen sowie ganzheitlichen und spirituellen Konzepten, welche im Therapie und Beratungsangebot beschrieben werden. In ruhiger und entspannter Atmosphäre werden Ressoucen erarbeitet und integriert, Veränderungen zugelassen, Achtsamkeit erhöht und Energien harmonisiert.
Neben der materiellen Anatomie des Körpers wird auch eine spirituelle bzw. energetische Anatomie beschrieben. Neben dem physische Körper, der materiell sichtbaren Anatomie, werden auch energetische Körper, wie z.B. der Emotional- oder Mentalkörper des Menschen, einbezogen (Wolz-Gottwald, 2002). Dies wird ergänzt durch das Konzept der Chakren bzw. Energiezentren, welches auf vedische und buddhistische Vorstellungen einer energetischen Anatomie des Menschen zurück geht.
Es gibt 7 Hauptchakren, welche auf psychologischer Ebene mit verschiedenen Lebens- und Persönlichkeitsthemen in Verbindung gebracht werden können. Entwickelt sich ein Mensch spirituell und persönlich, kann dies auch einen positven Einfluss auf die Entwicklung der Chakren haben.
Die 7 Bewusstseinsebenen schliessen sich direkt an diese feinstofflichen Energiezentren an (Huber, 2002). Auch diese beherbergen psychologische Themen, welche in Problem-Situationen häufig eine Blockierung erfahren haben.
Literaturhinweis:
Eckard Woz-Gollwald: Yoga-Philosophie. Erfahrung ursprünglicher Bewusstheit. Via Nova Verlag. Petersburg 2002.
Ruth Huber: Rückerinnerung. Bewusstsein gewinnt, wer sich erinnert. Küchler Druck Giesswil. Zürich 2002.